Erläuterung zum Umschleifen der Nockenwellen

Erläuterung der Nockenwellen-Eigenschaften

nockenwelle-umschleifen

1. Der Nockenhub kann berechnet werden, indem man den Grundkreisdurchmesser
von der Nockenhöhe abzieht. Siehe Bild 1.
Es ist nicht immer möglich mit diesem Prinzip den Nockenhub zu bestimmen, da nicht immer bekannt ist an welcher Stelle die Nockenrampe
beginnt und endet. Deshalb sollte die Nockenwelle zwischen Spitzen mit einer Messuhr vermessen werden. Dabei müssen die Zentrierungen der Nockenwelle zu den Lagerstellen laufen, so dass diese keinen Höhenschlag aufweisen.

2. Da es etwas schwer zu verstehen ist, wie durch Umschleifen der  Nockenhub erhöht werden kann, wird dies an dieser Stelle erklärt.
Wie in Bild 2 zu sehen ist, wird der Grundkreisdurchmesser reduziert.
Nachdem das Ventilspiel eingestellt wurde, sitzt der Nockenfolger näher an der zentralen Achse der Nockenwelle. Das Verhältnis von
Nockenhöhe und Grundkreisdurchmesser hat sich verändert.

3. Die Spreizung ist der Winkelabstand der Kurbelwelle vom oberen Totpunkt des Kolbens bis zum maximalen Hub des jeweiligen Ventils.

4. Der Hub im OT (oberer Totpunkt) oder anders die Ventilüberschneidung, ist das Maß um das die Ein- und Auslassventile geöffnet sind, während sich der Kolben im oberen Totpunkt befindet.

5. Die Steuerzeiten sind die Kurbelwinkelgrade bei denen sich das Ein- und Auslassventil öffnet und schließt.

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